Kripp dankt Remagener Stadtrat
Beigeordneter Syberz und Hauptlehrer Anschütz sprachen im Stadtrat
Kripp 1960 Nach der einstimmigen Genehmigung des Finanzierungsplanes für den Schulneubau in Kripp über 651 000 DM durch den Stadtrat von Remagen, kamen die Vertreter von Kripp zu Wort.
Beigeordneter Josef Syberz dankte dem Stadtrat für das Verständnis für die Belanige des Ortes. Er sei erfreut, daß der Stadtrat so ausgabefreudig war und die Mittel bereitgestellt hat für eine Schule, an der Generationen nach uns Freude haben werden. Amtsbürgermeister Dr. Kemming habe sich intensiv für die Sache eingesetzt. Die Sitzung. des Stadtrates in Kripp habe den Besuchern aus der Bürgerschaft Einblick gegeben, in die großen kommunalen Aufgaben, sagte Hauptlehrer Hans Ansehütz als Schulleiter von Kripp. Die Anwesenden hätten mit regem Interesse Anteil genommen. Die Ausführungen des Bürgermeisters hätten gezeigt, wie man amtsbürgermeisterlich die Sache sieht. Als Schulleiter danke er den Stadtverordneten für das Interesse
und Wohlwollen gegenüber dem Schulproblem. Er dürfe feststellen, daß Amtsbürgermeister und Stadtrat schulfreudig seien. Es
sei für ihn eine Freude, hier Schulleiter zu sein. Dieser neue Schulbau würde ein Segen für den Ort werden. Man sollte den Jugendschutz nicht nur von der Verbotsseite her sehen, sondern von der positiven Seite herangehen. Durch enge Verbindung zwischen Schule und Elternhaus werde man sich bemühen, die Eltern für die Fragen der Schule aufgeschlossen zu machen. Dazu gehöre auch die Bekämpfung der Schundliteratur durch eine gute Sdiulbücherei. Die heutige Volksschule sei nicht weltfremd. In der neuen Schule mit schönen Räumen, mit viel Licht, Luft und Sonne fühlten sich die Kinder wohl, das schaffe das richtige Vertrauen. Hier könne man unterrichtend erziehen und erziehend unterrichten.
Im Namen der Lehrerschaft und Kinder sowie der Eltern danke er für den Beschluß zum Neubau, besonders auch die Schule in einem Bauabschnitt zu errichten.
Amtsbürgermeister Dr. Kemming sprach vom großen und kleinen Bruder. Wenn man das Gewerbesteueraufkommen gegenüberstelle, ergebe sich ein Wertverhältnis von 1 : 4. Das Leben sei ungebunden, und man könne es auch in einer Gemeinde nicht in eine Norm zwingen. Nach dem Kriege habe sich der Stadtrat ernsthaft bemüht, den Bedürfnissen von Kripp gerecht zu werden, soweit es möglich war. Man habe die Norm über den Haufen geworfen und sehr viel für Kripp getan. Die Hauptstrasse habe ein Gesicht erhalten. Hier habe auch der Bürgerverein gut mitgewirkt. Das Sportfeld, das Kripp erhält, sei beneidenswert. Dann kam der Schulneubau, das Feuerwehrgerätehaus und nun noch der Ausbau der Voß- und Pastor-Keller-Straße. Später werde die Rosenstraße folgen. Man habe im Stadtrat zwischen den Remagener und Kripper Stadträten eine Harmonie entwickelt, die das Bewußtse'in gefördert habe, daß man eng verbunden ist. In zehn Jahren werde man auch räumlich durch das Zusammenwachsen der beiden Orte verbunden sein. Der Beschluß für den Schulneubau sei der schnellste, der je in einer Gemeinde des Amtes Remagen gefaßt wurde. Er selbst und auch der Stadtrat seien darauf stolz.
Die Besucher spendeten allen drei Sprechern starken Beifall.
Archiv Weis