Kripper Ortsfahne

von Horst Krebs

Es ist bereits eine endlos lange Diskussion in Kripp, welche nicht nur im Heimat- und Bürgerverein geführt wird, das Motiv der neuen Ortsfahne, welche spätestens zum Ortsjubiläum im Jahre 2005 fertig sein soll. Bereits seit einigen Jahren diskutierte der Heimat- und Bürgerverein hierüber und bereits im vergangenen Jahr wurden drei Motive in die engere Wahl genommen. So soll die Fahne der Pfarrkirche, den Wasserturm sowie die Treidelschifffahrtabbilden. Malermeister Harry Sander hatte sich zwischenzeitlich des ganzen angenommen und stellte auf der jüngsten außerordentlichen Mitgliederversammlung seinen neuen Entwurfvor. Eingebettet in den Farben Rot und Weiß der Stadt Remagen kommen alle drei Vorschläge in einem dreigeteilten Motiv vor. Hinzu kommt bei dem Motiv der Treidelschifffahrt noch ein großer Fintenisch, die Kripper Fente freuen sich darüber.
Es war innerhalb kürzester Zeit klar, dass dieser Entwurf die große Zustimmung aller Beteiligten fand, auch wenn dieses Motiv nicht dem Auftrag des alten Beschlusses fand.

 

Kripp wäre aber sicherlich nicht Kripp, wenn sich vor der Beschlussfassung über das Motiv nicht zunächst eine Debatte entzündet hätte, ob denn nun formell der alte Beschluss zunächst aufgehoben werden müsse, bevor das neue Motiv beschlossen werden könne. Nachdem dies geschehen war, wurde das neue Motiv mit großer Mehrheit beschlossen.

Zuvor hatte die Mitgliederversammlung bereits die Ergänzungswahlen zum Vorstand über die Bühne gebracht, diese waren notwendig geworden, nachdem der bisherige Vorsitzende Patrick Clemens Fuhs nicht mehr zur Verfügung stand und auch die Zahl der Beisitzer sollte von bisher zwei auf vier aufgestockt werden. Die hier notwendige Satzungsänderung wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen. Der bisherige kommissarische Vorsitzende Norbert Kolossa zeigte sich dann auch sehr erfreut darüber, dass es einer Findungskommission mit Renate und Dieter Heckenbach, Willy Vogt und Arno Matuszak gelungen war, einen neuen Vorsitzenden zu finden. Hierzu waren jedoch zahlreiche Sitzungen und Einzelgespräche notwendig, bis man schließlich einen echten Kripper gefunden hatte, der dieses Amt sicherlich mit dem notwendigen Herzblut ausfüllen wird.

 

Die Wahl fiel auf den 45-jährigen Günter Keller, welcher in Kripp geboren und aufgewachsen war, und Theologie, Philisophie und Geschichte studiert hat. Den meisten ist Günter Keller, der dort nur „Balou“ genannt wird, sicherlich als noch amtierender Prinz und Namensgeber für die neue Dorfmitte bekannt. Darüber hinaus leitet er die Jugendfeuerwehr und engagiert sich auch als der Vorsitzende des Martinausschusses sowie im Tambourcorps des Junggesellenvereins.

Die Wahl erfolgte dann auch einstimmig ebenso die Wahl von Willy Vogt und Arno Matuszak als neue Beisitzer im Vorstand des Heimat- und Bürgervereins. Hoch zufrieden über die neue Führungsspitze des Vereins zeigten sich auch Remagens 1. Beigeordneter Hermann-Josef Fuchs sowie Ortsvorsteher Jürgen Blüher, welche beide neben ihren städtischen Kunktionen auch als Mitglieder der Versammlung beiwohnten.

Quelle: Remagener Nachrichten November 2003


Nach zweijährigem Ringen ist es dem Verein endlich im Jahre 2004 gelungen, den Bürgern eine Fahne für den Ort zu präsentieren. Das Logo von Harry Sander machte letztendlich das Rennen. In der Ortsbeiratssitzung am 28.Januar 2004 stimmte der Ortsbeirat dem vorgestellten Fahnenentwurf einstimmig zu. Einige Monate später hieß es dann, Bürgerinnen und Bürger können die neue Ortsfahne bestellen. Man staunte nicht schlecht. Endlich die Ortsfahne mit Wasserturm, Kirche und Treidelschifffahrt. Eingebettet in die Farben Rot und Weiß der Stadt Remagen kam zusätzlich noch ein großer Fisch mit fünf Punkten, der die Kripper Fente symbolisiert.

 

Am 22. Mai 2004 wurde die Kripper Ortsfahne mit dem geschichtsrelevanten Ortslogo 

durch die katholischen und evangelischen Pfarreien eingeweiht.


Es gab Ortswappenfahnen zum Hissen in der Größe 1.5m x 1m und 2m x 1.2m. Die Hängefahnen hatten die Größe von 2m x 1m. Die Fahne wurde in der Qualität „Gewebe aus vollsynthetischem Markenpolyester“ hergestellt. Wenn der Bürger- und Heimatverein zur 300 Jahrfeier insgesamt 150 Ortsfahnen bestellt, käme der Preis pro Fahne circa unter 50 Euro. Zuvor hatte man die Fahne einem breiten Publikum im Hotel Rhein-Ahr vorgestellt.


Am 22. März 2005 lesen wir in der Rhein-Ahr Rundschau:


Am Ortsjubiläum aktiv beteiligen

Auch der Bürger- und Heimatverein wird sich aktiv an der 300 Jahr Feier beteiligen. Keller verwies auch auf das große Ortsschild an der Fähre. Dessen Rückseite war nach einer Motiv-Idee von Arno Matuszak geschnitzt worden. Die Verschönerungen am Kripper Rheinufer wurden in Eigenleistung und mit großem Engagement der Vereinsmitglieder unter der Leitung von Vorstandsmitglied Willi Vogt geschaffen. Das nächste Projekt: Am Rheinufer soll eine alte Schiffsschraube aufgestellt werden.

Heute, im Jahre 2021, 17 Jahre nach der Einführung der Kripper Ortsfahne, wird sie immer noch bestellt. Ich sah sie schon in Spanien und einige Jahre wehte sie im Sauerland.


Bei der 300 Jahrfeier in Kripp im Jahre 2005 wehten sie dann, die Kripper Ortsfahnen.

 
An jedem zweiten Haus wehten sie im Juni 2005

 
 Beiden Treidelwettbewerben mit dem Aalschocker wehten sie
 
 Im Festzelt zu den Feiern wehten sie
 

Draußen auf den Festplätzen wehten sie